Dieses Hörspiel ist in zwölf ineinandergreifende Segmente gegliedert - analog zu der auf dem Klavier gespielten Zwölftonreihe.
Jeder der drei Bereiche "Liebe – Arbeit – Wissen" ist durch einen
Protagonisten vertreten.
Das "Wissen" gibt jeweils einen Aspekt (meist nur in Form eines Begriffs) vor,
zu dem sich erst die "Arbeit", dann die "Liebe" aus wechselnden
Perspektiven zu Wort melden.
So entstehen Querverbindungen zwischen den Bedeutungen der Begriffe
auf den unterschiedlichsten Ebenen, die analytisch, emotional, kommunikativ,
imaginär, ironisch, selbstreflektierend, poetisch, absurd ...ausgelotet werden
und zuletzt in eine Affirmation des Wissens - bestehend aus zwölf
Wörtern/Tönen - münden.
In diesem Hörspiel verfolgen wir die Entwicklung einer bahnbrechenden Erfindung: aus ABSONO wird ABSOMA.
Traumlandschwelle (August 2009)
Sprecher : Hilda Garman, Rosemarie Wohlbauer, Christine Maaß, Michael Herrschel, Barbara Seifert, Catharina Schumann
Text, Regie, Produktion, Schnitt, Komposition, Akustische und Elektronische Musik, elektroakustische Realisierung, Klavier, Tenorsaxophon, Kalimba, Sprach - und Geräuschaufnahmen: Zoy Winterstein
Ein Hörspiel über Nacht- und Tagträume, Lebensträume, Wunschträume. Da dreht sich ein Schlüssel im Schloss, und unbekannte Zimmer öffnen sich. Ruckartig geht es von Schwelle zu Schwelle, von (T)Raum zu (T)Raum. Die Szenen sind flüchtig – Rapid Eye Movements.
Sie verstören uns mit ihrer Wirklichkeit. Wir haben Pläne und Ziele im Kopf und die Schlüssel in der Hand. Aber die Schlösser lösen sich auf. Stecken in ihnen Irrtümer? Falsche Voraussetzungen? Die überwindbaren Konflikte in unserem Leben?
An der Schwelle ins Ungewisse, zwischen Realität und Traum, zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, erscheint Loslassen als letzte hörbare (Kon-)Sequenz…
TECHNO WO MAN (September 2009)
Stoff-Wechsel (April 2010)
Geräusche der Außenwelt verbinden sich mit den Lauten des Organismus: es atmet, gluckst, pocht und pulsiert. Äußere und innere Klang-Stoffe also treten in variierenden Formationen - im Sinne eines akustischen Stoffwechsels - als um das Zentrum der Simultanität abweichend kreisende sinnlich in Erscheinung. Durch Zeitdehnung und -raffung der klanglichen Stoffwechselprozesse wird die Periodizität zu einer scheinbaren.
Die zahlreichen, ausschließlich aus unverständlichen Lautsprachen bestehenden Stimmaufnahmen scheinen aus dem Jenseits zu kommen. Es mögen Geister, Aliens, außerirdische Radiosender, Priester oder Wesen aus anderen Zeiten und Welten sein, die im Karussell aufeinanderstoßen um sich im Jenseits dieser Schnittstelle wieder im Raum zu zerstreuen.
Hierbei erfährt die innere Stimme in Form dynamischer Figuren den Draht zum Jenseits auf verschiedenen emotionalen Ebenen, sie gerät in Rotation.